Förderung und Würdigung
Ehrenamtlicher Hospizarbeit
in der Metropolregion Rhein-Neckar

Veranstaltung „Sterben und Tod im Film“ ein voller Erfolg



05.04.13

Film und Gespräch mit prominenten Gästen in der Akademie für Gesundheitsberufe | Dietmar Hopp Stiftung lädt zu Veranstaltungsreihe der Aktion „Starke Weggefährten“




Am 4. April 2013 fand in Heidelberg der Auftakt zur Veranstaltungsreihe „Sterben und Tod in Film, Unterhaltung und Literatur“ im Rahmen der Aktion „Starke Weggefährten“ statt. Die erste Veranstaltung zum Themenschwerpunkt „Sterben und Tod im Film“ in Kooperation mit der Akademie für Gesundheitsberufe besuchten rund 100 ehrenamtliche Hospizbegleiter. Unter Moderation von Doro Wiebe-Plutte (u.a. ZDF) näherten sich im Gespräch Sophie van der Stap, Rolf Kieninger und Silvia Verwaal-Mellem der Frage, wie viel und auf welche Weise Sterben und Tod im Film gezeigt werden darf.

 

Gruppenbild der Mitwirkenden der Veranstaltung "Sterben und Tod im Film".

 

Sophie van der Stap ist Autorin eines Bestsellers, der Vorlage des aktuellen Kinofilms „Heute bin ich blond“ ist. Buch und Film beleuchten ihre persönliche Geschichte: Als sie 21 Jahre alt ist, erkrankt sie an Krebs und erkennt sich selbst nicht wieder – bis sie neun verschiedene Perücken kauft. Sophie van der Stap zeigt mit viel Leichtigkeit, wie sie diese Zeit überstanden und dabei nie ihren Hunger auf Leben verloren hat. Diese Lebenslust spiegelte sich auch im Gespräch in Heidelberg wider. Es sei zwar seltsam, so Sophie van der Stap, die eigene Geschichte auf der Kino-Leinwand zu sehen, aber es sei ihr wichtig, durch den Film anderen Menschen Kraft zu geben und zu zeigen, dass die Angst vor dem Tod nicht übermächtig werden darf. Die heute wieder gesunde 29-Jährige sprühte in der Veranstaltung vor Lebensmut.

 

Rolf Kieninger, Leiter der Hospiz Elias in Ludwigshafen und Ideengeber für die RNF-Reportage „Wenn man nur wüsste…“ von Frauke Hess betonte, dass der Tod und die Grenzen den Tod filmisch zu zeigen sehr individuell seien. Er äußerte den Wunsch, dass im Film mit dem Thema Tod einfühlsamer und ehrlicher umgegangen werden solle. Die Reportage, die er eng begleitete, zeigt die letzten Monate im Leben von Bärbel Freund, die sich 61-jährig und schwer krebskrank entschloss, ins Hospiz zu gehen. In der Gesprächsrunde waren sich Mitwirkenden einig, dass eine solche Reportage eine Chance sei, dem Zuschauer die Angst vor Krankheit und dem eigenen Tod ein Stück weit zu nehmen.

 

Silvia Verwaal-Mellem, ehrenamtliche Hospizbegleiterin der Hospizgemeinschaft Schwetzingen und Akteurin im Filmclip „Starke Weggefährten“ des Nachwuchs-Filmemachers Sebastian Natto, ist es ein Anliegen, das Tabu „Sterben und Tod“ aufzubrechen. Eine filmische Verarbeitung ist für sie eine geeignete Möglichkeit Vorbehalte auszuräumen und den Blick auf die eigene Endlichkeit zu verändern. Ihr habe es viel Spaß gemacht, ihr Engagement in einen Filmclip einzubringen.

 

An den zahlreichen Fragen, die vom Publikum an die Referenten gestellt wurden und an den angeregten Gesprächen beim anschließenden Get Together war abzulesen, dass das Thema auf großes Interesse unter den „Hospizbewegten“ gestoßen ist.

 

Anmeldungen zu den Veranstaltungen

 

„Sterben und Tod in der Unterhaltung“ mit Kabarettistin Sabine Schossig-Roevenich und Referent Heinz Hinse am 11. April im Heinrich Pesch Haus, Ludwighafen

 

und

 

„Sterben und Tod in der Literatur“ mit Bestsellerautorin Barbara Pachl-Eberhart und Psychologe Roland

Kachler am 18. April im Odenwald-Institut, Wald-Michelbach

 

sind unter info(at)dietmar-hopp-stiftung.de möglich. Die Veranstaltungen beginnen jeweils um 16.30 Uhr.

 

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